L e b e n s g e s c h i c h t e

2 ) M o n i k a ... und ... R o s m a r i e

Es war Sommer 1960, als ich aus dem Internat in Gleink bei Steyr “entlassen” wurde und wieder zu Hause angekommen bin und dort unbeschwerte, herrliche Ferien genoss.

 

Aber ich hatte auch meinen ersten, bezahlten “Job”: ich war etliche Tage Gehilfe eines Landvermessers und hatte die Stangen jeweils so zu positionieren, damit er sein Gerät ablesen konnte. Nun, das war quasi der Beginn meiner “beruflichen” Karriere und weil ich für den – wenn auch kleinen, so doch – Verdienst Abzüge hatte, war ich schon ab 1960 “rentenversichert”. Na ja!

 

Wie mir Schuldirektor Buchstaller in Gleink empfohlen hatte, mit dem ich ein sehr gutes Verhältnis hatte, absolvierte ich bis 1964 eine “Kaufmännische Berufsausbildung und bewarb mich dann bei den Österreichischen Bundesbahnen und wollte “Fahrdienstleiter” werden. In Neuhofen im Bezirk Linz-Land hätte ich meinen Einstieg in die Ausbildung gehabt.

 

So habe ich, wenn ich Zeit hatte, jede Gelegenheit wahrgenommen, um mir meinen künftigen Arbeitsplatz schon mal gründlich anzusehen und war dann sehr viele Tage im Bahnhof und schaute zu, wie der Betrieb so läuft.

 

Nur, ich hatte zuvor noch eine bahnärztliche Untersuchung zu durchlaufen. Und dabei hatte ich – nach der “verhinderten” Sängerknabenausbildung in St. Florian – das zweite Mal einen weiteren Schickstag zu erleben, an dem meine berufliche “Karriere” einen erheblichen Knick erhielt, denn ... der Doktor meinte eine “Rot-Grün-Schwäche” entdeckt zu haben, weil ich bei zwei der Tafeln mit den bunten Bildern, aus denen Zahlen abzulesen gewesen wären, nicht auf Anhieb das “richtige” Ergebnis lieferte. Mit anderen Worten: mit “Betriebsdienst” war's nix mehr! Aber alle anderen Bereiche stünden mir ja offen, denn ich war sonst kerngesund.

 

Auch gut!

 

Und so hatte ich Anfang Januar 1965 meinen ersten Arbeitstag als “Kanzlist” in der Brückenmeisterei Linz. Und das fing schon gut an: es wurde gestreikt! Bis Nachmittag, dann war alles vorbei. Verstanden hatte nicht, worum's denn ging.

 

Nach ein paar Monaten wurde ein Kollege in der Bahnmeisterei Zwei in Linz krank und fiel für eine geraume Weile aus ... und ich durfte ihn vertreten.

 

Im Herbst 1965 wurde ich dann zunächst “abgeordnet” und im Dezember jedoch versetzt in die Streckenleitung Selzthal in der Steiermark, wo ich den Dienst im Vorzimmer des Dienststellenleiters zu übernehmen hatte.

 

Nun, ich war ja ledig und hatte auch noch keine “feste” Freundin. Aber bei meinen vier Blasmusikkappellen, bei denen ich Linz spielte – “Stickstoff”, “Bahn”, “Post” und der Jugendkapelle in Don Bosco, wo wir ab 1961 in der Nähe wohnten und wo auch meine beiden Brüder Franz (Basstrompete) und Christian (Horn) spielten – konnte ich nicht mehr bleiben. Ich spielte Tenorhorn oder Bassflügelhorn.

 

Im Verlauf des nächsten Jahres kam ich nach Bayern und – um's abzukürzen – ich lernte später ein bildhübsches bayerisches Mädel kennen, nur zwei Jahre jünger als ich.

 

Mitte 1966 hatte ich mich bei der Deutschen (damals noch “Bundes”-) Bahn beworben und wurde prompt eingestellt ... im “Betriebsienst” auf dem Laimer Rangierbahnhof, wofür ich bei den Österreichern als “nicht tauglich” angesehen wurde.

 

M o n i k a

 

war schwanger und – wie es sich zünftig gehört – es hatte geheiratet zu werden, denn mein künftiger Schwiegervater war Oberinspektor bei der Regierung und kam aus Preussen. Auf “Tradition” hatte also geachtet zu werden. Und die Schwiegermutter, eine g'standene Bayerin – sie hatte insgesamt fünf Kinder: vier Buben, die alle bereits erwachsen waren, und die Jüngste war Monika – hatte daheim “das Sagen” und führte ein strenges Regiment.

 

Also – kurz und gut – wir heirateten am 31. Dezember 1966 und ich wohnte schon seit geraumer Zeit in der Drei-Zimmer-Wohnung der Schwiegereltern, musste jedoch – wegen des Schichtdienstes und für Güterzüge war nachts die Hauptbetriebszeit – zwischen München und Landshut pendeln.

 

Als “Ehepaar” konnte ich mich um eine “Bahnwohnung” bewerben – insbesondere, weil ein Kind unterwegs war: gleich gegenüber des Südbahnhofs. Und weil ich von dort zu meinen Frühschichten am Laimer Bahnhof keine Fahrmöglichkeiten gehabt hätte, bot man mir sogar eine Versetzung an. Das wäre “super” gewesen – nur über die Straße und im Dienst!

 

Nun, Monika wollte nicht, denn sie ist – als Mädel – von Mama sehr verwöhnt worden. Und auch der Schwiegermama war's nicht recht! Also weiter Pendeln zwischen München und Landshut.

 

So war ich heilfroh, als mir angeboten wurde, in den Ermittlungsdienst am Salzburger Hauptbahnhof zu kommen – wieder bei den Österreichischen Bundesbahnen. Aber egal.

 

Eine sehr hübsche kleine Wohnung hatte ich im benachbarten Freilassing in Bayern gefunden. So war ich “ausser Reichweite” der Schwiegermutter. Nun – um's abzukürzen: das Baby – eine liebe kleine Tochter namens Angelina – kam am 16. März 1967 zur Welt.

 

Und weil ich ja im Ausland wohte, wurde ich nicht ins Österreichische Bundesheer einberufen. Im Verlauf des Sommers habe ich aber dennoch mal nachgefragt, wie es denn wäre, wenn ich mich “freiwillig” meldete – ich wollte zur “Luftwaffe”.

 

Nun, das konnte man mir im Ergänzungskommando Salzburg allerdings nicht “garantieren”. Also war's nix – vorläufig. Eine Weile später und nach etlichen Vorsprachen, konnte ich dennoch einen “Einberufungsbefehl” in Empfang nehmen – in die 1. Kompanie des Fliegerausbildungsbataillon in Salzburg, das damals noch in Siezenheim stationiert war, und so meldete mich am 2. Oktober 1967 zum Dienstantritt.

 

Als “verheiratet und mit Kind” erhielt ich “Trennungsentschädigung” und so konnte ich diese gerne an Monika weiterleiten.

 

Monika und ich hatten jedoch beim Gericht in Landshut vorher eine Scheidung beantragt. Nun, ich hätte Angelina, die nicht meine “eigene” Tochter war, sogar weiterhin als “mein” Kind anerkannt, doch riet mir mein Anwalt dringend davon ab. Und ich folgte ihm.l

 

Also, die Scheidung fand im Februar 1968 statt und ich kam – wegen einer Verspätung eines Zuges – natürlich nicht rechtzeitig zum Termin. Als ich am Gericht eintraf, war alles bereits “erledigt”. Natürlich gab's nach der Scheidung kein Geld mehr vom Bundesheer – sehr zum Bedauern meiner nun ehemaligen Schwiegermutter.

 

Dienstlich war ich in der Kanzlei der Kompanie und hatte einen sehr lieben (und großzügigen) Chef, einen Leutnant, der wegen “verschiedener Umstände” nicht so schnell befördert wurde wie seine Jahrgangskollegen. Aber das konnte mir egal sein, denn ich erhielt eine “Dauer-Überzeit”. Das heißt, ich musste nicht zum Zapfenstreich in die Kaserne einrücken, sondern konnte am Morgen aus Freilassing zum Dienst fahren.

 

Nun, mit der Militärfliegerei wurde es leider nichts und ich war nicht einmal traurig, denn der Dienst in Salzburg war – für mich – einfach “herrlich” ... und es wurde noch besser, als wir 1969 auf den Fliegerhorst nach Hörsching bei Linz verlegt wurden. Ich hatte mich um die “wirtschaftlichen Angelegenheiten” der Kompanie zu kümmern und war weitgehend selbständig.

 

Doch die Fliegerei hat mich – wenn auch nicht militärisch – enorm gereizt und so konnte ich in Hörsching zivile Lizenzen erwerben – einschließlich Segelflug, denn wir hatten mit “Bussard – einen Militärverein mit ein paar Segelfliegern und einer Piper “zum Schleppen” – phantastische Möglichkeinen, um die uns “Zivilisten” beneiden konnten.Und ich erledigte die “Schreibarbeiten”.

 

In Wels hatten wir durch einen Hauptmann der Panzertruppen sehr günstige Konditionen zum Reiten und so war ich oft dort – in Uniform, denn ich fand in meinem “Bestand” eine echte Militärreithose! Und Stiefel hatte ich ja eh.

 

Kurz und gut: ich kam dann in die Wetterwarte und hatte einen sehr netten Zivilisten als Chef und es waren auch sonst Zivilpersonal und kaum Soldaten im Dienst. So konnte ich oft “zivil” fliegen. Und da gab es ein Kuriosum: unsere Militärflieger mit zivilem Kennzeichen durfte ich selbst fliegen, aber nicht Militärmaschinen. Na ja, da war ich dann ab und an “Mietflieger”. Was soll's?

 

Und weil ich auch tagsüber “frei” hatte oer “dienstfrei” erhielt, war ich oft gefragt. Dazu hatte ich die Schlepp-Berechtigung und konnte mich auch in Aigen im Ennstal und in Zell am See “betätigen”. In Hörsching hatten wir etliche Fallschirmspringer, die froh waren, wenn ein Pilot – auch mal kurzfristig – zur Verfügung stand, damit sie in die Höhe kamen.

 

Es war eine der schönsten Zeiten in meinem Leben und ich habe das Leben in vollen Zügen genossen! Bei meinen Eltern am Gaumberg in Leonding bei Linz habe ich gwohnt und bin morgens mit meinem Moped zum Dienst nach Hörsching gefahren.

 

Und das leistete mir gute Dienste, denn zur “Taschengeldaufbesserung” hatte ich mich vom Fussballverand meist an Sonntagen zu Spielen auf dem Lande einteilen lassen.

 

Aber, weil's mit der Militärflieger nix wurde, wollte ich aus meiner Zeitverpflichtung vorzeitig heraus und bin sogar zum Rapport beim damaligen Verteidigungsminister Prader angetreten, der dies kurzerhand abgelehnt hatte. Eine Weile später war ein anderer Verteidigungsminister, der jedoch – krankheitsbedingt – sein Amt nicht ausüben konnte, sodass Bruno Kreisky – damals Bundeskanzler – das Ressort (mit)”verwaltet” hat. Also ein neuer Versuch!

 

In der letzten Oktoberwoche kam dann ein Fernschreiben aus Wien mit der Mitteilung, dass meinem Gesuch statt gegeben wurde und ich zum 31. Oktober 1971 aus dem Militärdienst ausscheide. Und es gab sogar noch eine “Abfindung”. Mann, was willst Du mehr?

 

Also fragte ich in München an, ob ich denn wieder bei der Bahn arbeiten könne. Innerhalb weniger Tage war dies erledigt und ich war ab Anfang November auf dem Münchner Hauptbahnhof – im “Betriebsdienst”!

 

Dann heuerte ich 1972 bei der Flugsicherungsschule in München an, wo die künftigen Fluglotsen ausgebildet wurden. Und ich spielte – in den Übungen – “Pilot”. Gelegenheiten zum (selber) Fliegen gab's auf dem Münchner Airport reichlich!

 

Dann hatte ich die Wahl: bei der FMG (Flughafen München GmbH) angestellt zu werden oder bei Lufthansa ... und ich entschied mich für die Airline, denn da gab's sehr günstige Tickets für Personal und in den großen internationalen Hotelketten auch satte Rabatte. Ich war ja quasi “ledig”.

 

Nicht lange, denn ich lernte – auf dem Münchner Airport – eine sehr liebe, fast gleichaltrige und sehr hübsche junge Frau kennen, die zwei reizende Töchter im Alter von drei und vier Jahren hatte:

 

R o s m a r i e

 

Und wir verliebten uns. Rosmarie war Witwe, denn ihr Gatte verunglückte tödlich bei Bauarbeiten zur Erweiterung des Flughafenterminals.

 

Rosmarie wohnte mit ihren Halbwaisen Monika und Petra damals (noch) in Traunreut – etwa 70 Kilometer östlich von München. Und so beschlossen wir – die Fahrtwege waren einfach zu lang und ich brauchte deshalb in München noch eine Wohnmöglichkeit – einen Umzug nach Haar bei München, wo damals eine neue Siedlung gebaut wurde.

 

Wir lebten in einer “eheähnlichen Gemeinschaft”, denn wir wollten bewußt nicht heiraten. Alle, mit denen wir zu tun hatten, haben dies so zur Kenntnis genommen und auch in Kindergarten und später Schule war dies kein “Problem” – im Gegenteil. Die drei hießen eben Schweiger und ich Bruckner und wir führten quasi einen “Doppelnamen”.

 

Damit Rosmarie, die mit etlichen “Pillen” Probleme hatte, nich weiter darauf angewiesen sein sollte und wir beide keine weiteren Kinder haben wollten, ließ ich eine Vasektomie bei mir vornehmen. Tut nicht weh, wirkt sofort und hilft enorm!

 

Um es kurz zu machen: wir erlebten eine herrliche Zeit als Familie und ich war – ohne dass von unserer Seite etwas dazu gesagt worden wäre – in Haar “Papa”. Und das war's. Ferien mit den Kindern kosteten wir voll aus, auch wenn Rosmarie und die Kinder keine “Personaltickets” erhalten konnten. Wir fuhren ohnehin meist in Gegenden, wo ein Auto angebracht war.

 

Nun, ich hatte einen “Nebenjob” bei der Kartenorganisation von American Express und betreute Vertragsunternehmen in Garmisch, Mittenwald und Oberammergau. Als quasi “Hinzuverdienst” kam noch, dass ich für Kartenanträge aus “Take-One-Boxes” Provision erhielt, soweit sie meinen Code trugen.

 

Weiters – ich expermimentiere gerne – hatte ich in Haar “meinen” ABH-Reisedienst und arrangierte für Freune von auswärts “Specials”, die bei den “Großen” nicht zu erhalten waren – beispielsweise für Schweizer Freunde einen Sonderflug an einem Wochenende mit einer DC-6 von Basel nach München und zurück – einschleßlich Stadt- und Werksbesichtigung bei BMW und reichlich Zeit, das Münchner Bier zu trinken.

 

Meinen PKW hatte ich als “Mietwagen” angemeldet und konnte so Fahrdienste anbieten. Später wechselte ich auf “Taxi” und war auch da wieder “pioneering”, indem ich Firmen monatliche Abrechnungen von Fahrten anbot. Das Angebot war auch interessant für Krankenkassen bei der Abrechnung für “Krankenfahrten” zu Therapien, Massagen, etc., die – damals – noch “grosszügiger” genehmigt und von den Kassen bezahlt wurden. Man muss es nur ausprobieren! Die Ärzte hatten den Fahrauftrag zu erteilen und die Passagiere bestätigten den Betrag vom Taxameter. Das war's!

 

Es hätte gerne so weiter gehen können, hätte ich nicht 1983 einen Unfall mit einer Pferdekutsche gehabt, als eine Fahrschülerin ein Hinderhins anfuhr und wir mit dem Gespann eine halbe “Rolle” drehten. Passiert ist – ausser dem demolierten Gefährt eigentlich nichts, denn die beiden Rösser warteten an einem Zaun geduldig darauf, abgeholt zu werden. Ich hatte zwei wunderbare Pferde von einem befreundeten Bauern und einen ungarischen Jagdwagen in den Fahrkurs eingebracht.

 

In kurz: bei mir “meldete” sich danach ein (altes) “Rückenproblem” und ich war heilfroh, dass ich “privat” versichert war und mir so etwas mehr “leisten” konnte. Therapien halfen kaum bis nicht, sodass 1984 eine Operation notwendig erschien ... und ich war damals einer der esten Patienten von Prof. Dr. Julius Hackethal in seiner neuen Klinik in Felden am Chiemsee. Nach einigen Wochen – unglücklicherweise stolperte ich über eine winzig kleine Teppichfalte am Eingang zum Speisenraum – war's nicht besser, eher das Gegenteil war der Fall. Erneut Reha! Eine von mehreren, die noch folgen sollten.

 

1985 flog ich zu Dr. Katzner in Berlin, der mich – zunächst – im Krankenhaus Charlottenburg untersuchte und dann eine weitere Operation in der Virchow-Klinik in Berlin empfahl, die dann auch erfolgte – mit Reha vesteht sich. Ich konnte schon keinen “Weisskittel” mehr sehen ... also flog ich nach Florida und war eine Weile zu Gast.

 

Und dort erreichte mich die Mitteilung, dass ich in “Zeitrente” geschickt werde – bis vorläufig – September 1986. Na ja, ich war ja am richtigen Ort – im “Rentnerparadies” Palm Beach.

 

Von den Amis erhielt ich nicht nur viel Unterstützung, sondern auch beste Ratschläge. Und einen Leichtmetall-Rollstuhl, der die Fortbewegungsmöglichkeiten enorm verbesserte. Meinen PKW musste ich – übrigens bereits vorher – auf Handgas/Handbremse “umrüsten”, weil meine Fahrerlaubnis – in Deutschland – darauf “limitiert” wurde.

 

1986 fühlte ich mich nicht nur beweglicher denn je zuvor, sondern auch “bärenstarkt”, sodass es – für mich – keine Frage war, wieder bei Lufthansa meine vorherige Arbeit aufzunehmen ... in der Verkehrsleitung auf dem Münchner Airport, wo ich für meinen PKW eine Sonderparkerlaubnis innerhalb des Flughafengeländes erhielt und sonst war ja alles “barrierefrei”.

 

Dennoch hatte mich die BfA eine Woche “zur Berufsfindung und -erprobung” geschickt, was völliger Nonses war und total überflüssig, Na ja, ich hatte dafür jeden Abend Gelegenheit, in der Hamburger Oper herrliche Aufführungen zu sehen.

 

Im Oktober machte ich – vor der Verkehrsleitung – noch einen kleinen Abstecher in “Buchung und Reservierung”, was meinen Wissensstand enorm erweiterte. Nun, in der Zwischenzeit “kriselte” es zwischen Rosmarie und mir und es war da – ich hab's eher durch Zufall entdeck – wohl ein “Kurschatten” irgendwie im Raum. Doch das war's nicht so sehr, was unserer Beziehung nicht gut tat, denn ...

 

eines Tages gestand Petra – sie war knapp 18 und war in Berufsausbildung, dass sie schwanger sei. Es muss wohl in einem Urlaub mit ihrem Freund passiert sein. Aber was soll's? An der Tatsache führte kein Weg vorbei. Nur wie diese Sache “gelöst” werden kann, bereitete schon mehr Kopfzerbrechen. Und wir diskutierten heftig(st).

 

Rosmarie bevorzugte eine “Radikallösung” – im Klartext: Abtreibung. Die jüngere Schwester Monika war völlig dagegen und hatte mich an ihrer Seite. Denn es wäre absolut kein “Problem” gewesen, ein Kind mehr in der Familie zu haben. Rosmarie war nicht berufstätig. Und Petra hätte in ihrer Ausbildung weiter machen können.

 

Kurz und gut: Rosmarie und die Kinder waren – damals – über mich ebenfalls “privat” versichert und so hatte ein befreundeter Arzt die “Behandlung” vorgenommen.

 

Das war – in der Krise – quasi das Tüpfelchen auf dem “i” und ich übersiedelte nach Glonn im Landkreis Ebersberg in eine herrliche, 97 m2 große Zwei-Zimmer-Wohnung in einer Waldnische und nur etwa 30 Kilometer vom Airport entfernt.

 

Und nach all den "Troubles" war es Zeit in Ruhe den Geist zu erholen, ein wenig in die Zukunft zu träumen, zu relaxen  und .... wer weiss schon, was da noch kommen kann?

 

Dies ist ein phantastischer Platz